(Port-au-Prince/ Duisburg, 14.01.10) Die Kindernothilfe stockt die Soforthilfe für Haiti auf 100.000 Euro auf und bittet weiter um Spenden. Kooperationspartner vor Ort sind die Heilsarmee sowie ein medizinisches Notfallteam von humedica. Mittlerweile konnten sich auch die beiden Mitarbeiter des Kindernothilfe-Büros in Port-au-Prince mit einem Lagebericht melden. Der deutsche Nothilfekoordinator Ruben Wedel wird morgen in Port-au-Prince erwartet.

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Nach Informationen des Kindernothilfe-Mitarbeiters Alinx Jean-Baptiste sind auch Kinder aus den Einrichtungen ums Leben gekommen, die genaue Zahl ist nicht bekannt. Für die Überlebenden müssen jetzt schnell Erstversorgung und Schutz organisiert werden. Kleinkinder sind besonders anfällig für Wassermangel. Mädchen und Jungen brauchen jetzt dringend medizinische und psychologische Betreuung sowie Schutz.
Das mit der Kindernothilfe kooperierende humedica-Team besteht aus vier Ärzten, einer Krankenschwester, einem Pfleger sowie zwei Koordinatoren. Sie haben ein so genanntes Medi-Kit dabei, mit dem bis zu 3000 Patienten erstversorgt werden können, außerdem chemische Wasseraufbereitung für 100.000 Liter. Die medizinische Notfallhilfe wird durch Kinderzentren ergänzt, in denen Mahlzeiten und Betreuung angeboten werden. Die Zentren üben auch eine wichtige Schutzfunktion für unbegleitete Minderjährige aus. Nach großen Katastrophen sind sie massiv durch Gewalt und Ausbeutung bedroht.
Die Kindernothilfe ist seit 1981 in Haiti und fördert dort mehr als 5000 Kinder in sechs Projekten. Ein Arbeitsschwerpunkt ist die Förderung von Kindersklaven. Bis zu 300.000 dieser so genannten Restavèk-Kinder werden in Haiti ausgebeutet.
Fotos von Ruben Wedel und Alinx Jean-Baptiste unter http://www.kindernothilfe.de/
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