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Bildung und Kindesschutz, Perspektiven für Kinder in Haiti, Port-au-Prince

Bildung und Kindesschutz,
Perspektiven für Kinder in Haiti, Port-au-Prince

Traumatisierte Kinder benötigen einen Ort, an dem sie sicher und geborgen sind und sich kindgerecht entfalten können. Dafür wurden von der Kindernothilfe und ihrem lokalen Partner AMURT bereits einen Monat nach dem Beben mit den zwei Kinderzentren Schutzräume geschaffen. Für die vom Erdbeben traumatisierten Kinder ist es besonders wichtig, dass sie sich in den Gebäuden sicher fühlen. Alle Gebäude der Kinderzentren sind offen und in Leichtbauweise aus Holz und Wellblech errichtet. Die Aufarbeitung des Erlebten und eine positive Entwicklung der Kinder werden durch pädagogische und psychologische Betreuung ermöglicht.

AmurtFoto: Kindernothilfe Durch Gespräche, Spiele, Singen, Tanzen, Basteln, Sport und Bewegung erleben die Kinder langsam wieder ein Stück Normalität und Sicherheit, um sich gut entwickeln zu können.
Des Weiteren wurde ein eigener Garten angelegt, der von den Mädchen und Jungen betreut wird. Dabei lernen die Kinder, wie welche Pflanzen angebaut werden. Das Gemüse trägt zur vitaminreichen und gesünderen Versorgung der Kinder bei. Das Wissen der Kinder wird auch in der Gemeinde rund um die Kinderzentren genutzt, z.B. durch Anbau von Mais, Maniok oder Bananenbäumen.

Gesundheit und Ernährung

Die Kinder bekommen in den Kinderzentren warme Mahlzeiten, Milch und sauberes Trink-wasser. Spezieller Wert wird auf Hygienemaßnahmen gelegt, damit sich Durchfall und Krankheiten weniger verbreiten können. Die Kinder lernen z.B. wie wichtig das Händewaschen und Desinfizieren ist, um Cholera vorzubeugen. Krankenschwestern untersuchen die Kinder, und versorgen sie mit den notwendigen medizinischen Mitteln.

Schutz der Kinder

Alle Kinder haben nach dem Beben Namensschilder erhalten, die Fremden zeigen, dass die Kinder nicht allein sind. Allein dadurch sind die Kinder schon besser geschützt. Die regelmäßige Anwesenheit wird durch den für die Kleingruppe zuständigen Lehrer kontrolliert. Bei Nichterscheinen werden die Kinder sofort gesucht, um den Grund der Abwesenheit zu klären und die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten.

Selbsthilfegruppen - Förderung von Frauen

In den Räumlichkeiten der Kinderzentren treffen sich auch Frauenselbsthilfegruppen. Sie
stellen gemeinsam Ketten, Ohrringe, Haarspangen oder auch traditionelles Handwerk wie Töpfer- und Strickwaren her. Diese Produkte verkaufen sie, um ein kleines Einkommen zu erwirtschaften und ihre Kinder besser versorgen zu können. In Kursen lernen die Mütter gemeinsam lesen und schreiben.

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