• Kindernothilfe konnte drei von neun geplanten Schulen bereits fertig stellen
• Menschen in Zeltstädten brauchen weiterhin Unterstützung
• Übergang von der Soforthilfe hin zu nachhaltiger Entwicklung

Foto: Kindernothilfe
(Port-au-Prince/Duisburg/Luxemburg, 9. Januar 2012) Genau zwei Jahre ist es am 12. Januar 2012 her, dass Haiti vom schwersten Erdbeben seiner Geschichte erschüttert wurde. „Der Wiederaufbau geht jetzt mit großen Schritten voran", sagt Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe weltweit. Das Hilfswerk hat drei von neun geplanten Schulen bereits fertig gestellt und legt gerade das Fundament für eine der größten Schulen Haitis. Politische Instabilität und mangelnde Infrastruktur erschweren aber weiterhin die Arbeit. Viele Zeltstädte sind mittlerweile aufgelöst, einige Lager werden sich jedoch voraussichtlich zu dauerhaften Stadtteilen verfestigen. Die Menschen dort brauchen weiterhin internationale Unterstützung, damit sie solide soziale und wirtschaftliche Strukturen entwickeln können.
Mit 22 Projekten begleitet die Kindernothilfe insgesamt rund 17.000 Kinder und ihre Familien in eine bessere Zukunft. Das umfangreichste Projekt ist der Wiederaufbau einer der größten Schulen Haitis: die Schule der Ordensschwestern Petites Soeurs in einem Armenviertel von Carrefour. „Bald werden hier wieder 1.400 Kinder lernen können", so Thiesbonenkamp. „Und zwar ohne Angst vor einer weiteren Katastrophe haben zu müssen, denn die Schule wird erdbeben- und hurrikansicher sein." Die Kinder in Carrefour haben die schwierige Zeit nach dem Beben mit großer Bravour gemeistert. Mithilfe des Notschulprogramms haben sogar alle Abiturienten den Abschluss geschafft.
„Unser Anliegen ist es jetzt, den Übergang von der Soforthilfe hin zu nachhaltiger Entwicklung wirksam zu begleiten", sagt Patrick Reinert, Präsident der Kindernothilfe Luxembourg. Im Fokus der Hilfe aus Luxemburg steht daher die Unterstützung von langfristig ausgerichteten und nachhaltigen Projekten.
So führt beispielsweise die Kindernothilfe gemeinsam mit ihrem lokalen Partner AMURT in Port-au-Prince ein Projekt für Bildung und Kindesschutz durch. Schritt für Schritt werden dort die vom Beben traumatisierten Kinder durch unterschiedliche Aktivitäten in die Normalität begleitet. Das Projekt begann bereits einen Monat nach dem Beben mit dem Bau von Schutzräumen für die Kinder. Heute profitieren rund 900 Kinder zwischen 3 bis 12 Jahren und zusätzlich 380 Jugendliche von den Projektaktivitäten. Ziel ist es nun, die Übergabe des Projekts in die Verantwortung der lokalen Gemeinschaft vorzubereiten. „Damit die Bewohner sich dort rasch wirtschaftlich und sozial stärken können, brauchen sie dringend Bildung", betont Reinert. „Nur so können die Menschen auf Dauer eigenständig für sich sorgen."
Um das Engagement vor Ort auch in Zukunft aufrecht zu erhalten, ruft die Kindernothilfe weiterhin zu Spenden für Haiti auf.
Spendenkonto: LU73 1111 0261 4249 0000 - CCPLLULL
Spendenzweck: Haiti 2012
Kontakt:
Gesa Gilniat-Schulte
Kindernothilfe Luxembourg
222, rue de Neudorf, L-2222 Luxemburg-Neudorf
Tel. 2704 8777 - Mobil 621 54 83 64
Mail: info@knh.lu