Kindernothilfe bittet um Weihnachtsspende für Bildungsprojekt in Ecuador

Kindernothilfe bittet um Weihnachtsspende für Bildungsprojekt in Ecuador

(Luxembourg, 13.12.2011) Zehn Schulen und sechs Kindertagesstätten liegen recht verstreut in der Großgemeinde Punín in Ecuador - und sie befinden sich in desolatem Zustand: Lehrmaterial gibt es kaum, die sanitären Anlagen sind - soweit überhaupt vorhanden - selten funktionsfähig. Die Kinder leiden oft sowohl unter der Gewalt durch überforderte Lehrer, als auch unter häuslicher Gewalt in ihren Familien. Durchschnittlich gehen die Kinder nur drei Jahre zur Schule, jeder dritte Jugendliche über 15 Jahren kann weder lesen noch schreiben. Bei den Frauen liegt die Analphabetenquote sogar bei 40 %.

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Spendenkonto:
LU73 1111 0261 4249 0000 - CCPLLULL

Spendenzweck: Weihnachten 2011 - Ecuador
 
Email: info@knh.lu oder Telefon: 2704 8777
Zu Weihnachten 2011 bittet die Kindernothilfe Luxembourg um Unterstützung für das Bildungs- und Kinderrechtsprojekt in Punín. Die Großgemeinde liegt in der zentralen Andenregion Ecuadors auf einer Höhe über 2.700 Metern und besteht aus neun Dörfern mit insgesamt fast 6.000 Personen indigener Herkunft. Nach der offiziellen Armutsstatistik leben in Punín 95 % der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze, 77 % der Menschen sogar in extremer Armut.

In Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner CESA möchte die Kindernothilfe den mehr als 1.300 Kindern aus rund 600 Familien in Punín zu mehr Bildung, besseren Lebensbedingungen und zur Durchsetzung ihrer Rechte verhelfen. Die Kinder lernen ihre Rechte kennen und erfahren, wie sie diese einfordern können. Durch das Hilfsprojekt werden die Schulen in den Dörfern renoviert, Sanitäranlagen erneuert oder erstmals eingebaut. Die Familien lernen, wie wichtig eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist - auch und vor allem für das Lernen. Die Lehrer - jeder vierte hat bislang weder eine pädagogische noch eine fachliche Ausbildung - erfahren in Fortbildungen, wie sie den Schulalltag gewaltfrei gestalten können. Denn fest steht: Die Kinder können es nur durch gelungene Bildung schaffen, dem Elend und der Armut zu entkommen.

Kindernothilfe in Ecuador

Die Kindernothilfe begann 1979, Kinder und Jugendliche aus extrem armen und schwierigen Familienverhältnissen in Ecuador zu unterstützen. Seit 2004 koordiniert die „Kindernothilfe Ecuador" mit Sitz in Riobamba die Arbeit im ganzen Land. Der Koordinator der Kindernothilfe in Ecuador, Mario Arellano, hat so über Jahre hinweg viele Eindrücke und Erfahrungen über die Bildungs- und Gesundheitssituation des Landes gesammelt: „Viele kleine Kinder bekommen nicht einmal die Chance auf eine bessere Zukunft. Unangemessene Lehrmethoden und ein schwieriges Lernumfeld führen dazu, dass sie in der Schule nur wenig lernen. Ihre Ernährung ist schlecht, sie sind oft krank und können sich deshalb in der Schule kaum konzentrieren. Gesundheit und Bildung wären für sie jedoch der Schlüssel für ein Leben ohne Armut!"


Die Kindernothilfe Luxembourg wurde im Juni 2009 als "Frënn vun der Kindernothilfe a.s.b.l." durch Luxemburger Spender und Förderer gegründet. Ziel des Vereins ist es, die weltweite Tätigkeit der Kindernothilfe aus Luxemburg heraus zu unterstützen und für Entwicklungsthemen zu sensibilisieren. Weitere Informationen unter www.kindernothilfe.lu.
Die Kindernothilfe wurde in Deutschland bereits 1959 gegründet und ist im Laufe der Jahre zu einem der größten christlichen Kinderhilfswerke in Europa gewachsen. Heute fördert und erreicht die Kindernothilfe weltweit rund 656.000 Mädchen und Jungen in 958 Projekten in 29 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Partnerorganisationen gibt es auch in Österreich und der Schweiz
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