Malawi ist nach wie vor eines der ärmsten Länder der Erde. 52% der insgesamt 13 Mio. Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze. Der einzige Weg, erfolgreich gegen die Spirale von Hunger, Krankheit und Armut anzugehen, liegt in der Ausbildung der Kinder dieses Landes.

Foto: Kindernothilfe
Vielen Kindern bleibt das Recht auf Bildung jedoch verwehrt, weil
• die Eltern das Recht der Kinder auf Schulbildung ignorieren und sie lieber für Arbeiten im Haus und in der einfachen Agrarwirtschaft einsetzen.
• Nahrungsmangel vom Schulbesuch abhält und unterernährte Kinder schlechter lernen.
• Kulturelle Traditionen und Riten den Schulbesuch beeinträchtigen. Frühverheiratungen verhindern insbesondere die Ausbildung der Mädchen.
• Wegen der HIV/AIDS-Epidemie viele Kinder als Waisen ums eigene Überleben kämpfen und die Schule deshalb vernachlässigt wird.
• Unzureichende Schulgebäude und zu wenig Lehrer den Lernerfolg beeinträchtigen.
Kindernothilfe fördert über die malawische ONG „Foundation for Irrigation and sustainable development" FISD an vier Schulen in der näheren Umgebung der Hauptstadt Lilongwe insgesamt rund 4.000 Kinder. Die FISD bindet in die Projektarbeit zunächst die traditionellen Führer und Dorfältesten ein. Die Sensibilisierung dieser Meinungsbildner in Bezug auf das elementare Recht auf Schulbildung ist entscheidend für den Erfolg. Im nächsten Schritt ist es erforderlich, die Eltern der Kinder in die Arbeit einzubeziehen. Letztendlich kommt es auf die Mütter an, die für die Schulspeisung Verantwortung übernehmen. Die Überzeugungsarbeit und Vorbildfunktion der gut ausgebil¬deten Mitarbeiter von FISD ist der Schlüssel zur Akzeptanz von Veränderungen zum Wohle der Kinder.
Vor zwei Jahren waren in der Nasala-Primär-Schule 508 Schüler registriert. Durch die Kindernothilfe-Förderung besuchen im März 2011 bereits 832 Schüler regelmäßig diese Schule. Ganz entscheidend für diese erfreuliche Entwicklung ist die Schulspeisung. Der hierfür benötigte Mais wird auf einem durch den Dorfältesten zur Verfügung gestellten Feld angebaut. Das Saatgut sowie die Zutaten zum Schulporridge werden in den ersten zwei Jahren von Kindernothilfe finanziert. Satte Kinder zeigen mehr Aufmerksamkeit im Unterricht und lernen besser. Die verbesserte Ernährungslage der Kinder öffnet Möglichkeiten, die Kinder über ihre Rechte und die Bedeutung von Schulbildung zu informieren. Aber auch die Eltern erkennen den Wert des Schulbesuchs und respektieren die Bildungs¬rechte ihrer Kinder.
Von vornherein wird allen Beteiligten deutlich gemacht, dass die Förderung auf maximal drei Jahre begrenzt ist. Danach müssen die Dorfgemeinschaft und die Lehrer selbständig in der Lage sein, die Arbeit fortzusetzen. Um dies auch finan¬ziell sicherzustellen, gehört zum Projekt jeder Schule eine Schweinezucht. Zu Projektbeginn werden einige Schweine zur Verfügung gestellt, damit anschließend aus dem Verkauf der Zuchtschweine Mittel für die Schulspeisung erlöst werden. Neben dem erwerbswirtschaftlichen Aspekt der Schweinezucht werden in diesem Teilprojekt landwirtschaftliche
Kenntnisse vermittelt, die zu einer langfristig verbesserten Einkommenssituation im Dorf beitragen.
Die Ärmsten der Gemeinschaft - zumeist die Pflegeeltern von Waisen - erhalten Naturalkredite in Form von Vieh, Saatgut und Dünger. Dadurch sollen kleine landwirtschaftliche Aktivitäten gefördert werden, die den Menschen ein gewisses Einkommen und ein gesteigertes Selbstwertgefühl vermitteln.
Bereits jetzt, nach gut der Hälfte der Projektdauer zeichnet sich ab, dass die Nasala-Primär-Schule nach Auslaufen der Förderung nach drei Jahren selbständig die Arbeit fortsetzen wird. Somit werden die Voraussetzungen für eine nachhaltige Förderung der Kinder aus eigener Kraft geschaffen. Eine Reihe weiterer Schulen ist bereits identifiziert, auf die dieses Modell erfolgreicher Kinder- und Entwicklungsförderung, das bereits jetzt in vier Schulen angewandt wird, danach übertragen werden soll.
Regelmäßige Kontakte und Besuche vor Ort gewährleisten, dass Ihre Spenden wirkungsvoll und korrekt eingesetzt werden.
Bitte fördern Sie das „Children Education Support and Promotion Programme" (Projekt: 62301) mit einer regelmäßigen Patenschaft oder einem Einmalbetrag.
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