Suche
Jetzt spenden Pate werden
Kindernothilfe verteilt Lebensmittel und Wasser (Foto: Kindernothilfe)

Unsere Humanitäre Hilfe:
Schnell handeln, nachhaltig wirken

Erdbeben, Tsunami, Dürre oder Überschwemmung: Katastrophen zerstören in kurzer Zeit, was Menschen über Generationen aufgebaut haben. Die Opfer brauchen dann schnelle, effektive Unterstützung. Akute Not zu lindern ist aber nur der erste Schritt unserer Humanitären Hilfe. Wir ermöglichen den Menschen zudem, dass sie die Not nachhaltig überwinden und neuen Krisen vorbeugen können.

Oberstes Ziel unserer Humanitären Einsätze sind Überleben und Schutz von Kindern. Denn sie leiden auf besondere Weise unter Katastrophen und brauchen entsprechend auch besondere Unterstützung. Um die Hilfe möglichst effizient zu gestalten, beziehen wir die Betroffenen von Anfang an in die Planung und Umsetzung der Maßnahmen mit ein und arbeiten in einem Netzwerk von erfahrenen Partnern.

Soforthilfe und Kinderzentren

Pakistan Flut 2010 (Quelle: Hasnain Kazim)
Bei unserer Soforthilfe stehen Bedürfnisse von Kindern im Vordergrund.

Die Soforthilfe läuft so schnell wie möglich nach einer Katastrophe an. Die Betroffenen bekommen Lebensmittel, Kleidung, Notunterkünfte und alles Weitere, was sie zum Überleben benötigen. Wir achten dabei vor allem auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und darauf, dass die Hilfe auch bei ihnen ankommt.

Etwa bei der Nahrung: Während Erwachsene längere Zeit unbeschadet mit Reis und Wasser über die Runden kommen, brauchen Kinder hochenergetische Nahrung, um solche Notsituationen ohne langfristige Gesundheitsschäden zu überstehen. Zudem sind spezielle Maßnahmen notwendig, um Kinder im Gewirr von Notunterkünften vor Gewalt und Krankheiten zu bewahren.

Um Kindern die bestmögliche Hilfe während und nach Katastrophen zu gewährleisten, arbeiten wir mit sogenannten Kinderzentren: Das sind speziell geschaffene Räume – häufig innerhalb von Notunterkünften –, in denen Kinder Schutz, Essen, Unterricht, Spielmöglichkeiten und medizinische sowie psychologische Betreuung bekommen.

  • Wiederaufbau

    Nach Katastrophen unterstützen wir ebenfalls den Wiederaufbau von Gebäuden – vor allem von Bildungseinrichtungen. Je schneller die Kinder wieder die Möglichkeit haben, zur Schule zu gehen, desto schneller haben sie die Chance, wieder ein geregeltes Leben zu führen und eine bessere Zukunft aufzubauen. All unsere Wiederaufbau-Maßnahmen geschehen in enger Absprache und Planung mit den staatlichen Behörden des betroffenen Landes und unter Einbeziehung der betroffenen Menschen.

  • Prävention und Nachhaltigkeit

    Bereits während der akuten Krisenbewältigung treffen wir notwendige Vorbereitungen für spätere nachhaltige Entwicklungsprojekte. Denn die Betroffenen sollen so schnell wie möglich wieder selbstständig werden, anstatt lange von externer Hilfe abhängig zu sein. Dazu unterstützen wir sie etwa dabei, ihre Ernährungs- und Existenzsicherung wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Zudem fördern wir den Aufbau von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, die die Menschen und ihr Staat langfristig eigenständig tragen können. Die Förderung einer solchen Entwicklung ist zugleich eine wichtige Katastrophenvorsorge. Denn Erdbeben oder Missernten wirken sich besonders folgenschwer bei Menschen aus, die aufgrund von Armut und fehlender Partizipationsmöglichkeiten geschwächt und schutzlos sind.

  • Partnerschaft und Professionalität

    Auch im Katastrophenfall arbeitet die Kindernothilfe mit erfahrenen lokalen Partnerorganisationen zusammen. Sie kennen die Kultur und Menschen genau, wissen, welche besonderen Probleme und Bedürfnisse es gibt. Und: Die einheimischen Organisationen sind langfristig vor Ort, auch wenn die Krise wieder aus dem Blick der Weltöffentlichkeit geraten ist. Die Nähe der Partner zu den Menschen im Katastrophengebiet schafft Vertrauen.

    Ebenfalls wichtig für das Gelingen von Humanitären Einsätzen ist eine gute Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen. Deshalb arbeiten wir unter anderem im Verbund „Bündnis Entwicklung Hilft“. Weitere Mitglieder sind Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, medico international, Misereor, terre des hommes und Welthungerhilfe.

    Alle Organisationen des Bündnisses richten ihre Arbeit an international anerkannten Handlungsempfehlungen für Humanitäre Hilfe aus. Die wichtigste von ihnen ist der so genannte „Code of Conduct“, den die Förderation des Internationalen Roten Kreuz und der Rote Halbmond mit führenden internationalen Nichtregierungsorganisationen 1994 aufgestellt haben.