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Cinéma du Sud 2020 Autumn Edition 

(Luxemburg, 06.10.2015) Nach der Online-Edition im Sommer, ist das „Cinéma du Sud“ im Herbst zurück in den Kinosälen. Vom 18. bis zum 28. Oktober werden vier Filme über Lebensmittelproduktion, Flucht, Vorurteile und Bildung gezeigt. Nach jedem Film gibt es die Möglichkeit sich über Hintergründe der Filme auszutauschen. Die sanitären Sicherheitsmaßnahmen sind gewährleistet und der Eintritt ist frei.

Kindernothilfe Luxembourg beteiligt sich zusammen mit Croix-Rouge und SOS Villages d’Enfants an der folgenden Veranstaltung:

Je n’aime plus la mer – am 21.Oktober um 19.30h in Rümelingen im CinéKursaal (Thema : Kinder auf der Flucht)

Zum mittlerweile elften Mal laden 16 Organisationen dazu ein, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sich kritisch mit den Folgen von Globalisierung und Migration auseinanderzusetzen um gemeinsam eine nachhaltigere Welt für alle zu schaffen. Ziel ist es dabei, gemäß dem Motto „Think global, Act local!“, auch dazu zu ermutigen, sein eigenes Handeln zu überdenken und selbst aktiv zu werden.

CDS2020_AutomneDies wird besonders deutlich zum Auftakt am Sonntag, dem 18. Oktober: Im Anschluss an den alternativen Liewensmëttel Maart und im Rahmen des Festivals „Transition Days“ im Carré (Lux.-Stadt/Hollerich) zeigt der Film „Soyalism“ wie die heutige Lebensmittelherstellung in den Händen einiger weniger Konzerne gebündelt ist.

Am Beispiel der industriellen Schweinezucht und des daraus resultierenden Bedarfs an Soja-Monokulturen, zeigen Liberti und Parenti bei ihren Recherchen in den USA, China, Brasilien und Mosambik die fatalen Folgen der modernen Agrarindustrie auf. Unter dieser Agroindustrie leiden nicht nur das Klima und die Umwelt, sondern vor allem auch kleinbäuerliche Betriebe, denen so die Lebensgrundlage entzogen wird. Im Anschluss gibt es die Gelegenheit mit lokalen Gemüsebauern und einem der Regisseure zu diskutieren. 

Hochaktuell geht es weiter mit „Je n’aime plus la mer“ am Mittwoch, dem 21. Oktober (CinéKursaal, Rümelingen). In diesem Film verleiht der Regisseur Idriss Gabel Kindern, die mit ihren Familien vor Krieg und Gewalt geflüchtet sind, eine Stimme. Die Kinder berichten von der Flucht aus ihrer Heimat bis ins Aufnahmezentrum in Belgien, wo sie nun auf ihre Anerkennung als Flüchtling warten. Einfühlsam und unmittelbar erzählt der Film die Erlebnisse der Geflüchteten und wirft die Frage auf, wie wir mit Menschen umgehen, die ihre Heimat verloren haben und auf der Suche sind, nach Schutz, Sicherheit und Solidarität. Nach dem Film berichten Expert*innen und Freiwillige von ihren Erfahrungen mit der Situation Geflüchteter in Luxemburg und Europa.


Am Samstag, dem 24. Oktober (Ciné Starlight, Düdelingen) nimmt Joris Postema das Publikum in „Stop Filming Us“ mit nach Goma, einer Großstadt in der Demokratischen Republik Kongo. Dort begleitet er drei kongolesische Filmemacher*innen, Journalist*innen und Fotograf*innen bei der Suche nach Antworten auf die Frage, ob und wie westliche Medien das Leben, die Kultur und die Menschen in Goma angemessen darstellen können. Welche Bilder, bewusst und unbewusst, werden durch Berichterstattungen und Fotos hervorgerufen und was sagt dies über das ungleiche Machtverhältnis zwischen denen, die filmen und denen, die gefilmt werden, aus? Diese und weitere Fragen können im Anschluss an den Film auch mit dem Regisseur Postema diskutiert werden.

Der Film „Children of the Snow Land“ begleitet am Mittwoch, 28. Oktober in den Räumlichkeiten der ONGD FNEL (Lux.-Stadt/Cents), drei Jugendliche auf ihrem langen Weg zurück in die Dörfer, in denen sie geboren wurden. Als kleine Kinder wurden sie in die Hauptstadt Kathmandu geschickt, um dort zur Schule zu gehen. Ihre Familien im weit entfernten Himalaya-Gebirge haben sie seitdem nicht mehr wiedergesehen. In ihrem Porträt dieser jungen Menschen, beschäftigen sich die Realisatoren Balfour und Stephenson mit dem Kontrast zwischen Tradition und Moderne, der Bedeutung von Familie und der Wichtigkeit von Bildung. Nach dem Film berichten Expert*innen von ihren Erfahrungen mit dem Bildungssystem im Himalaya. Das Erlebnis wird abgerundet durch kleine nepalesische Spezialitäten.

Auch bei der diesjährigen Herbstausgabe dreht sich also wieder alles um die Frage: Wie kann man verantwortungsbewusst leben und handeln in einer Welt, in der alles miteinander vernetzt ist? Durch eine Vielfalt an aktuellen Themen wird jeder dazu eingeladen, sich Gedanken zu machen über die globalen Folgen lokalen Handelns, sich mit anderen auszutauschen und durch das Medium Film die Perspektive zu wechseln um eine neue Sicht auf Solidarität, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zu erlangen.

Die am Filmfestival beteiligten Nichtregierungsoganisationen und Netzwerke:
Action Solidarité Tiers Monde (ASTM), Aide à l’Enfance de l’Inde et du Népal (AEIN), Aide internationale de la Croix-Rouge luxembourgeoise, Les Amis du Tibet Luxembourg, Comité pour une Paix Juste au Proche Orient (CPJPO), Fondation Chrëschte mam Sahel, Fondation Follereau, Fondation Partage Luxembourg, Frères des Hommes, Iles de Paix, Kindernothilfe Luxembourg, Klima-Bündnis Lëtzebuerg, Lëtz Rise Up, ONGD-FNEL, SOS Faim und SOS Villages d’Enfants Monde.

Weitere Infos zur Anmeldung und das komplette Programm unter https://cinemadusud.wordpress.com/ sowie auf unserer Facebook-Seite https://www.facebook.com/cinemadusud/.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung über Eventbrite jedoch verpflichtend.

Kontakt:

Chantal Winandy
Kindernothilfe Luxembourg
chantal.winandy@kindernothilfe.lu
+352 2704-8777, +352 621 626 243

Sophie Schaul
Fondation Partage Luxembourg
sophie.schaul@partage.lu
+352 26 842-652, +352 691 847 627 

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