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Fotoausstellung der Kindernothilfe im Rehazenter Kirchberg

Fotoausstellung Rehazenter Kirchberg, Luxemburg (Quelle: KNH-Luxemburg)
Foto: Kindernothilfe Luxemburg

Bereits seit einigen Jahren zeigt der Rehazenter in Luxemburg-Kirchberg in seinen Räumen wechselnde Ausstellungen unterschiedlicher Partnerorganisationen. In Kooperation mit der Kindernothilfe Luxembourg sind derzeit Fotos aus Entwicklungs-Projekten in Malawi, Haiti, Indonesien und Pakistan zu sehen. Ziel der Ausstellung ist es, das Leben der Menschen in den benachteiligten Regionen und die Arbeit in den Projekten dort sichtbar und verständlich zu machen.

Kindernothilfe Luxembourg setzt sich für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika und Asien ein. Schwerpunkt des Engagements liegt auf der Armutsbekämpfung, der Hilfe zur Selbsthilfe und der Einhaltung der Kinderrechte. Eine besondere Rolle kommt dabei dem Schutz von Kindern gegen Missbrauch und ausbeuterische Kinderarbeit und der Förderung von Bildung zu. Bildung ist der Schlüssel für den Weg aus Armut und Ungerechtigkeit und damit der wirksamste Weg, Kinder in ein eigenständiges Leben unter besseren Umständen zu begleiten.

Malawi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Mehr als 80 % der Bevölkerung leben auf dem Land. Die HIV-Rate in Malawi liegt bei etwa 11 %. Immer noch sterben viele Menschen an den Folgen von Aids, darunter auch viele Eltern, so dass alte Menschen und Kinder oft auf sich allein gestellt sind. Der Kindergarten, den die Mütter der Kinder mit Hilfe des lokalen Kindernothilfe-Partners in der Region Ntchisi organisieren, bereitet möglichst viele der 3-5jährigen Kinder dort auf die staatliche Grundschule vor. Die Ausstellung gibt Einblick in das Leben dieser Kinder und ihrer Familien.

Indonesien ist mit ca. 76 Mio. Kindern das Land mit der vierthöchsten Kinderzahl der Welt. Viele ihrer Familien leben unter der Armutsgrenze oder von weniger als 2 US-Dollar am Tag. Obwohl Indonesien die Kinderrechtskonvention unterschrieben hat, werden Kinderrechte nur unzureichend beachtet und durchgesetzt. Ausbeuterische Kinderarbeit gehört zum Alltag. Die Bilder von Kindern auf der Insel Nias, einer der ärmsten Regionen der Provinz Nordsumatra, zeigen, wie wichtig umfassende psychologische und medizinische Betreuung der betroffenen Kinder ist und wie dringend ein Umdenken in der Gesellschaft herbeigeführt werden muss.

Im Bildungswesen gehört Pakistan im internationalen Vergleich zu den Schlusslichtern. Die Ausgaben pro Kopf der Bevölkerung gehören zu den niedrigsten der Welt. Die Analphabetenrate beträgt 50 % (Männer: 37 %, Frauen 63 %). Die gesellschaftliche Benachteiligung von Frauen und Mädchen ist sehr ausgeprägt. Den strengen islamischen Traditionen zufolge nehmen sie kaum am öffentlichen Leben teil. Verglichen mit Männern stellen sie nur 13 % der Erwerbsbevölkerung. Bilder aus einem Zentrum für arbeitende und Straßenkinder geben Aufschluss über die Bedeutung der Sozialarbeit für Zukunft der Kinder und Jugendlichen vor Ort.

Bereits vor dem Erdbeben im Januar 2010 waren die politischen Herausforderungen, verlässliche Strukturen zu schaffen und hierdurch eine solide Lebensgrundlage für über 9 Mio. Haitianer zu bilden, immens. Die Situation wurde durch das Erdbeben im Januar 2010 noch erschwert, vor allem für die Kinder, die über 50 % der haitianischen Bevölkerung ausmachen: Die Bilder aus Haiti geben zum einen Einblick in Traumaarbeit und Förderung der Kinder in Kinderzentren. Zum anderen werden Fotos eines sogenannten Restavèk-Mädchens gezeigt. Als Restavèk bezeichnet man in Haiti Kinder, die in Haushalten anderer Familien unter ausbeuterischen, sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten. Die Partnerorganisation der Kindernothilfe setzt sich bereits seit über 10 Jahren für informelle Bildungsmöglichkeiten für die betroffenen Kinder ein und die Sensibilisierung der Gesellschaft für die Rechte der Kinder ein.

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Dezember 2012 in den Räumlichkeiten des Rehazenter Luxembourg-Kirchberg, 1 rue André Vésale zu sehen.

 

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