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Nothilfe Rohingya (Foto: Christian Herrmanny)

Bangladesch: Schutz für Kinder der geflüchteten Rohingya

Gewaltsam wurden seit Ende August 2017 mehr als 700.000 Menschen, die zur Volksgruppe der Rohingya gehören, aus ihrer Heimat vertrieben. Unzählige Menschen wurden hingerichtet, Frauen und Mädchen vergewaltigt, Kinder mussten die Gräueltaten mit ansehen. Die Menschen flüchteten in den Nachbarstaat Bangladesch in eines der größten Flüchtlingslager der Welt: Cox’s Bazar.

Dort angekommen, leben die Rohingya auf engstem Raum. Es fehlt am Nötigsten. Vor allem die Kinder laufen Gefahr, wieder Opfer von Gewalt zu werden oder von schädlichen Traditionen, wie z.B. Frühverheiratung.

Kinderschutzzentren: In unseren Kinderschutzzentren haben die Mädchen und Jungen eine sichere Anlaufstelle. Sie sind Oasen der Ruhe im Chaos des Flüchtlingslagers. Dort sind die Kinder registriert und rundum betreut.

Psychologischer Beistand: In den Schutzzentren kümmern sich erfahrene Psychologen um die Kinder. Auf kindgerechte Weise werden die Mädchen und Jungen langsam am die Traumaverarbeitung herangeführt.

Spielen: Einfach Kind sein, spielen. Das ist unglaublich wichtig, um Normalität im Chaos zu leben, um schlimme Erfahrungen zu verarbeiten und Freundschaften zu knüpfen. Im Kindesschutzzentrum ist dafür Raum.

Lernen: In informellem Unterricht haben die Kinder die Chance, etwas zu lernen. Für viele Mädchen und Jungen ist das das erste Mal, dass sie lernen können. 

Große Herausforderungen für Bangladesch

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Bangladeschs lebt unterhalb der Armutsgrenze. Die Menschen arbeiten oftmals als Tagelöhner für Hungerlöhne – einen Weg aus der Armut finden sie so kaum. Dass innerhalb kürzester Zeit mehr als 700.000 Rohingya ins Land geflüchtet sind, macht die Situation nicht einfacher. Außerdem behindert eine unzureichende Infrastruktur, aber auch die weit verbreitete Korruption, dass sich das Land voll entwickeln kann. Darunter leiden vor allem die Kinder und Jugendlichen: über 35 Prozent der unter Fünfjährigen sind unterernährt.

Der Süden Bangladeschs liegt direkt am Meer. Bedingt durch den Klimawandel und die Regenzeit stehen jedes Jahr Teile des Landes unter Wasser. Der steigende Meeresspiegel bringt Salzwasser in die Wasserressourcen des Landes und zerstört damit die Trinkwasservorräte. Die Böden versalzen vor allem im Süden von Bangladesch. Dadurch können sie nicht mehr ausreichend bewirtschaftet werden.

Wegen schlechter und nicht ausreichender Schulen und zu wenig guten Lehrkräften kann von den 15- bis 24-Jährigen fast jeder Vierte weder lesen noch schreiben. Stattdessen müssen Mädchen und Jungen wegen der starken Armut häufig frühzeitig anfangen zu arbeiten. 

Mit dem Leben davongekommen

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Liem war zwölf Tage und Nächte unterwegs nach Cox’s Bazar

Liem war zwölf Tage und Nächte unterwegs nach Cox’s Bazar. Die Stadt im Süden Bangladeschs ist jener sichere Ort, an dem die muslimische Minderheit der Rohingya nicht mehr die Angst haben muss, vertrieben, missbraucht oder sogar getötet zu werden. Barfuß und am Rande seiner Kraft kam Liem gemeinsam mit seinen sechs Geschwistern, seinen Eltern und einer Tante in Cox’s Bazar an.

Liem geht auch regelmäßig ins Schutzzentrum. Dort kann er unbeschwert spielen und Normalität erleben. Und seine Familie weiß: Dort ist er sicher.

Um den Kindern in den Flüchtlingscamps zu helfen, brauchen wir Ihre Unterstützung!

  • 46 Euro helfen, ein traumatisiertes Kind einen Monat lang medizinisch und psychologisch zu betreuen
  • 80 Euro ermöglichen Spiel- und Lernmaterial für 10 Vorschulkinder
  • 189 Euro reichen, um zwei Betreuer für ein Kinderschutzzentrum in einem Flüchtlingscamp zu bezahlen

Bitte helfen Sie jetzt mit einer Spende!

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