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Hilfe für syrische Flüchtlingskinder: Interview mit Karl Andersson

WAZ KNH Libanon - Weihnachts-Spendenaktion 2014; Richtige Schreibweise: Al Mahabbah (Quelle: Jakob Studnar)
Karl Andersson, Programmkoordinator im Libanon (Quelle: Jakob Studnar)

(Luxemburg, 05.06.2015) Der vor mehr als 4 Jahren begonnene Syrienkonflikt hat eine nie dagewesene Flüchtlingswelle ausgelöst. Mehr als 4 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die meisten haben in den Nachbarländern Asyl gesucht. Nach der Türkei ist der Libanon das zweitgrößte Aufnahmeland. Hier leben 1,2 Millionen Flüchtlinge, ein Drittel der Bevölkerung.

Wir haben mit Karl Andersson, dem Koordinator unseres Programmes für syrische Flüchtlingskinder im Libanon gesprochen.

Wie ist derzeit die Lage der syrischen Flüchtlinge im Libanon?

K.A.: Das Land ist mit dem Andrang an Flüchtlingen schlichtweg überfordert. Als Hilfsorganisation können wir vor allem bei der Bildung von Kindern und durch Traumatherapie helfen.

Wie helfen Sie den Menschen vor Ort?

K.A.: Unsere Mitarbeiter besuchen die Flüchtlingsunterkünfte in der Region Chouf und identifizieren bedürftige Kinder und Familien. Viele sind verzweifelt, weil die Hilfsleistungen vom Staat kaum ausreichen und sie als UNHCR-Flüchtlinge offiziell nicht ohne Arbeitserlaubnis arbeiten dürfen.

In erster Linie helfen wir den Familien hinsichtlich des Bildungsbedarfes ihrer Kinder aber wir klären sie auch über ihre Rechte und Möglichkeiten auf und verweisen auf andere Hilfsangebote.

In unserem Schutzzentrum erhalten die Kinder regelmäßige Mahlzeiten und einen strukturierten Tagesablauf. Wir helfen ihnen, ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten und machen sie fit für die Aufnahme an die staatlichen Schulen.

Weitere Informationen zu unserem Projekt erhalten Sie hier.

Mit Ihrer Spende können Sie den syrischen Flüchtlingskindern im Libanon helfen, wieder in eine Schule zu gehen. Damit geben Sie den Kindern ein Stück Zukunft zurück.

 

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