(Luxemburg, 05.06.2015) Der vor mehr als 4 Jahren begonnene Syrienkonflikt hat eine nie dagewesene Flüchtlingswelle ausgelöst. Mehr als 4 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die meisten haben in den Nachbarländern Asyl gesucht. Nach der Türkei ist der Libanon das zweitgrößte Aufnahmeland. Hier leben 1,2 Millionen Flüchtlinge, ein Drittel der Bevölkerung.
Wir haben mit Karl Andersson, dem Koordinator unseres Programmes für syrische Flüchtlingskinder im Libanon gesprochen.
K.A.: Das Land ist mit dem Andrang an Flüchtlingen schlichtweg überfordert. Als Hilfsorganisation können wir vor allem bei der Bildung von Kindern und durch Traumatherapie helfen.
K.A.: Unsere Mitarbeiter besuchen die Flüchtlingsunterkünfte in der Region Chouf und identifizieren bedürftige Kinder und Familien. Viele sind verzweifelt, weil die Hilfsleistungen vom Staat kaum ausreichen und sie als UNHCR-Flüchtlinge offiziell nicht ohne Arbeitserlaubnis arbeiten dürfen.
In erster Linie helfen wir den Familien hinsichtlich des Bildungsbedarfes ihrer Kinder aber wir klären sie auch über ihre Rechte und Möglichkeiten auf und verweisen auf andere Hilfsangebote.
In unserem Schutzzentrum erhalten die Kinder regelmäßige Mahlzeiten und einen strukturierten Tagesablauf. Wir helfen ihnen, ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten und machen sie fit für die Aufnahme an die staatlichen Schulen.
Weitere Informationen zu unserem Projekt erhalten Sie hier.
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