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Unser Projektkoordinator Sören Keding zu Besuch in Sambia

Sören Keding im Gespräch mit dem Schulleiter
Sören Keding im Gespräch mit dem Schulleiter (Fotos: Kindernothilfe)

(Luxemburg, 14.11.2016) Im Oktober besuchte ich unser Projekt zur Anpassung an den Klimawandel in Sambia. Ich sah mir eine wieder aufgebaute Schule an und sprach mit Kindern der Umweltclubs. Sie erzählten mir, was sie alles über Klimazusammenhänge und Naturschutz gelernt haben und was sie davon anwenden.

Enthusiastisch berichteten sie, dass sie neue Bäume gepflanzt und Schulgärten angelegt haben, erzählten von Müllrecycling und davon, dass sie ihren Eltern jetzt sogar etwas beibringen können.

Ich besuchte auch die Erwachsenen, die jetzt konservative Landwirtschaft, Bienenzucht und Baumschulen betreiben. Denn die kommerzielle und traditionelle Landwirtschaft haben im Land zu Erosionen und einem dramatischen Rückgang des Baumbestandes geführt.

„Fällst du einen Baum, dann pflanzt du zehn!“ ist die Botschaft, die diese Kleinbauern verbreiten. Die Bedeutung von Bäumen für Klima, Böden und Tiere wurde hier nicht nur verstanden: Das Verhältnis zwischen den Menschen und den Baumsetzlingen wirkte auf mich wie eine Eltern-Kind Beziehung: Kinder, die es um jeden Preis zu schützen und groß zu ziehen gilt.

Denn durch den Anbau unterschiedlicher Nutzpflanzen in Kombination mit Bäumen kann ein natürlicher, permanenter Kreislauf von Nährstoffen geschaffen werden, der auch einen natürlichen Schutz gegen Schädlingsbefall bietet. Außerdem sind sie wichtig für Klima, Vieh, Bienen und liefern Nahrung wie Mangos und Guaven.

Gespannt wartete man hier auch auf die erste Honigernte, die etwa einen Monat nach meinem Besuch anstand. Mittlerweile überlegen schon einige in die Bienenkorbproduktion einzusteigen.

Schließlich besuchte ich zwei Projektfamilien auf ihrer Gemüsefarm, die sie der Steppe abgerungen hatten. Dank der Schulungen unseres Projektpartners vor Ort, Samen als Starthilfe und gegrabenen Wasserlöchern sind hier große grüne Flächen entstanden, auf denen u.a. Tomaten, Raps, Kürbis und Schnittlauch bereits prächtig gedeihen.

Um 80% ist das Familieneinkommen bereits gestiegen, verkündet der Bauer stolz. Auf die Frage, was die Familie mit dem zusätzlichen Geld kauft, sagte er mir: "Nahrung, Kleidung - aber wir nutzen das Geld auch, um die Schulgebühren für unsere Kinder zu bezahlen und Schulbücher zu kaufen. Außerdem habe ich durch das Projekt gelernt viel weiser mit Geld umzugehen, dadurch ist das Geld mehr wert."

Sambia_Kleinbauer
Seit Projektbeginn ist das Familieneinkommen um
80 Prozent gestiegen, verkündet der Bauer stolz.

 

Sambia_Familie

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