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Projektbesuch Malawi 2017 (Foto: Kindernothilfe Luxembourg)

Projektbesuch in Malawi

(Luxembug, 20.12.2017) - Im November 2017 besuchten Patrick Reinert und Sören Keding die Projekte der Kindernothilfe Luxembourg in Malawi. Dabei stand auch das Projekt für Aidswaisen und bedürftige Kinder und Jugendliche im Mzimba Distrikt auf dem Programm, das die Kindernothilfe Luxembourg Ende 2016 begonnen hat.

Mit unserem Projekt helfen wir mehr als 8000 Kindern und Jugendlichen, die durch HIV/Aids hohen sozialen Risiken ausgesetzt sind und/oder aus Familien kommen, die unterhalb der Armutsgrenze leben müssen.

In einem Interview beschreibt Patrick Reinert, Geschäftsführer der Kindernothilfe Luxembourg, die momentane Situation der Kinder vor Ort und wie sich die Kindernothilfe Luxembourg für die bedürftigen Kinder in der Region einsetzt.

Wie ist die Situation der Menschen vor Ort?

P. R.: Die Menschen sind sehr stolz darauf, selbst aktiv etwas tun zu können und einen Anfang geschafft zu haben. Es gibt viele gute Ideen und ein konstruktives, zukunftsorientiertes Denken. Die gesamte Dorfgemeinschaft, Eltern und Betreuer sind bemüht mitzuhelfen und zu überlegen, wie sie die Zukunft ihrer Kinder besser gestalten können.

Was hat sich seit Projektbeginn konkret verbessert?

P. R.: Die Menschen haben begonnen mehr Wert auf Kinder, deren Entwicklung und Schutz zu legen. Sie haben verstanden, dass sie Kinder vor Schaden, Ausbeutung, Missbrauch und Vernachlässigung schützen müssen.

Die Mädchen und Jungen in den Community Based Care Centres (CBCCs) und Children Corners, die wir besuchten, waren voller Enthusiasmus. Viele Teenager-Mädchen gehen jetzt wieder zur Schule, weil sie aus der Zwangsheirat befreit wurden oder in den Mädchenclubs neue Freunde gefunden haben, die sie dazu ermutigten, wieder in die Schule zu gehen.

210 Waisenkinder werden täglich in den CBCCs versorgt und betreut. HIV-infizierte Jugendliche können durch die Unterstützung besser mit ihrer Krankheit umgehen. Insgesamt wird der Bildung mehr Wert beigemessen und auch die Wichtigkeit von frühkindlicher Bildung für den weiteren Schulerfolg anerkannt.

Das Interview führte Kristine Weyland.

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