(Luxembourg, 27.06.2010) Vor einigen Tagen fand die 1. Ordentliche Generalversammlung der Frënn vun der Kindernothilfe Luxembourg a.s.b.l. statt. Ein Jahr nach Gründung der Luxemburger Schwesterorganisation der seit über 50 Jahren in Deutschland tätigen Kindernothilfe waren die Mitglieder eingeladen, den Rechenschaftsbericht über die Arbeit im ersten Jahr entgegen zu nehmen. Der Vorstand berichtete über eine erfreuliche Entwicklung des Vereins, der einen deutlichen Zuwachs des Spendenaufkommens verzeichnen konnte. Bereits vor Gründung der Luxemburger a.s.b.l. haben eine ganze Reihe von Bürgern des Großherzogtums die Kindernothilfe mit Patenschaften und Spenden unterstützt.
Im Anschluss an die Generalversammlung trug Dietmar Roller vom Vorstand der Kindernothilfe Deutschland über den Zusammenhang von Umweltschutz und Kinderrechten vor. Die Kindernothilfe macht mit ihrem Jahresthema „Umweltschutz ist Kinderrecht" auf ein elementares Problem aufmerksam: Bei allen Entscheidungen, auf Regierungs- und entwicklungspolitischer Ebene, muss berücksichtigt werden, dass vor allem Kinder als die zukünftige Generation ein Recht auf Schutz ihrer natürlichen Lebensgrundlagen haben. Zwei Jahre lang wird die Kindernothilfe einen Schwerpunkt in ihrer Programm-, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit auf das Thema Ökologie und Kinderrechte setzen.
Der Begriff „ökologische Kinderrechte" kann verstanden werden als „das Recht eines jeden Kindes auf dieser Welt, in einer intakten Umwelt aufzuwachsen, ein gesundes Leben zu führen und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln". Dabei umfassen die ökologischen Kinderrechte die Abwehr physischer, psychischer und psychosozialer Schädigungen durch die zunehmende Umweltzerstörung ebenso wie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen.
Menschenverursachte Umweltveränderungen gefährden das Wohlergehen und die Sicherheit der Menschen. Vor allem die Ärmsten der Armen sind von den Folgen der Umweltzerstörung betroffen. Sie sind existenziellen Risiken wie Krankheit, Hunger oder Einkommensausfall stärker ausgesetzt und leben aus wirtschaftlicher Not oft an besonders gefährdeten Orten. Zudem verfügen sie nicht über ausreichende Bewältigungs- und Anpassungsmöglichkeiten, um auf massive Umweltschäden reagieren zu können. Die meisten Todesopfer durch Umweltkatastrophen sind in Entwicklungsländern zu beklagen. Als verletzlichste Gruppe sind dort gerade Kinder und Jugendliche armer Familien betroffen. Die Kinder sind diejenigen, deren Zukunft aufgrund heute zerstörter Lebensgrundlagen gefährdet ist.
Die anschließende Diskussion verdeutlichte, wie stark Kinder durch ökologische Probleme wie zum Beispiel Abfallexporte aus Europa in den Entwicklungsländern betroffen sind. Vielfach ist Bildung und praktisches ökologisches Wissen ein erster Schritt um Kindern eine sicherere Zukunft zu ermöglichen.
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