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Lächelndes Mädchen (Foto: Kindernothilfe)

Hilfe für Straßenkinder

Malawi: Die Hälfte der 14,4 Millionen Einwohner sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die sich mit einer Vielzahl an Problemen auseinandersetzen müssen. Die Folgen von HIV/Aids, zerüttete Familien, mangelnde Gesundheitsversorgung und eine fehlende berufliche Ausbildung führen dazu, dass immer mehr Kinder auf der Straße leben. Seit 2004 unterstützen wir das Projekt unseres lokalen Partners MSOLA "Tikondane Care for Children on and off the Street" in der Hauptstadt Lilongwe, um die Kinder von der Straße zu holen und sie wieder in ihre Familien zu integrieren. Prävention und Aufklärung sollen verhindern, dass weitere Kinder ein Leben auf der Straße führen. Bitte helfen Sie mit einer Spende oder übernehmen Sie eine Kinderpatenschaft.

Steigende Anzahl an Aidswaisen

In Malawi stieg ab den 1990er Jahren die Zahl von Kindern, die auf der Straße leben, rasch an. Ein Grund ist neben der steigenden Armut und anderen sozialen Faktoren die tödliche Krankheit Aids. Es wird geschätzt, dass in Malawi etwa eine Million Waisen leben, fast die Hälfte von ihnen sind Aidswaisen. Die erweiterte Familie, die Gemeinschaften und Wohlfahrtsorganisationen stellen einen Großteil der Unterstützung für diese Kinder dar. Leider sind diese wichtigen Institutionen aufgrund der immer weiter steigenden Anzahl an Waisen überlastet.

Armut und Hunger oder der Tod der Eltern zwingen viele Kinder, die ländlichen Regionen zu verlassen. In einigen Fällen werden die Kinder von ihren Familien auch zu ihren Verwandten in die Stadt geschickt, weil die Familien die Kinder nicht mehr ernähren können. Oft können die Verwandten ihrerseits nicht für die Versorgung der Kinder aufkommen. Es kommt auch vor, dass die Jungen und Mädchen ihre Verwandten in der Stadt nicht finden und schließlich auf der Straße landen. Andere Kinder wachsen in zerrütteten Familien auf und fliehen vor häuslicher Gewalt.

Straßenkinderprojekt in Lilongwe

Kinder spielen mit einem Reifen. (Quelle: Bastian Strauch)
In unseren Projekten werden die Kinder umfassend betreut.

MSOLA nahm sich schon vor vielen Jahren der Problematik der Straßenkinder an und rief mit einem Team engagierter Sozialarbeiter 1999 das erste Straßenkinder-Hilfsprogramm in Lilongwe ins Leben. Mit dem Projekt Tikondane tragen sie dazu bei, Kinder von der Straße zu holen und sie wieder in ihre Familien zu integrieren.
Tikondane betreut unter anderem die „Neuankömmlinge“ auf der Straße. Hierbei handelt es sich um Mädchen und Jungen, die gerade das Leben auf der Straße begonnen haben oder zwischen der Straße und ihrem zu Hause pendeln. Auch Kinder, deren Rechte verletzt wurden und die gefährdet sind, auf der Straße zu landen, werden angesprochen, um genau das zu verhindern.
Genau sowichtig ist es jedoch, sich um die sogenannten Rückkehrer zu kümmern. Das sind Kinder, die in ihre Familien und Schulen zurückgekehrt sind oder für ihre Schulausbildung an Internate vermittelt wurden. Sie benötigen allerdings weiterhin Begleitung und Unterstützung, da sie ohne die Hilfe des Projekts höchstwahrscheinlich wieder auf die Straße zurückkehren würden.

Das tun wir konkret

Straßensozialarbeit: Straßenkinder werden aufgesucht, um vor den Gefahren des Straßenlebens beschützt zu werden. Dies geschieht durch Straßensozialarbeit, das Übergangsheim und die Reintegration von Kindern.

Übergangsheim: Hier wird den Kindern die freiwillige Möglichkeit zur kurzfristigen Unterkunft oder längeren Aufenthalten geboten. Im Übergangsheim werden die Kinder mit gesunden und regelmäßigen Mahlzeiten versorgt und bekommen psychologische Betreuung, Kleidung und medizinische Versorgung.

Wiedereingliederung: Ziel ist immer die Reintegration der Kinder in ihre Familien und Gemeinschaften sowie in das Schulsystem. Deshalb begleiten Mitarbeiter von Tikondane die Kinder zu ihren Familien und Gemeinschaften und unterstützen diese, wenn es Schwierigkeiten geben sollte. Den Eltern werden Hilfestellungen für familiäre Probleme geboten und erzieherische Fähigkeiten vermittelt. Neben der Hilfe für die Eltern wird einigen Kindern und Jugendlichen, die nach dem Schulabschluss weitere Unterstützung benötigen, eine Berufsausbildung ermöglicht.

Bewusstsein schaffen: Die Öffentlichkeit, Eltern und Vormunde sollen hinsichtlich der Situation von Straßenkindern, ihren Rechten und ihren Bedürfnissen aufgeklärt werden. Öffentliche Versammlungen, ein Tag der offenen Tür bei Tikondane und Informationsmaterialien dienen diesem Zweck. Die Medien werden über Radioprogamme und Zeitungsartikel ebenfalls eingespannt.

Helfen Sie jetzt!

So können sie unser Projekt mit einer Spende unterstützen:

  • € 37 reichen, fünf Kinder mit neuer Kleidung zu versorgen

  • € 105 decken die jährlichen Schulgebühren für ein Kind

  • € 146 reichen aus, um die Kinder eine Woche mit Nahrungsmitteln zu versorgen

Alternativ können Sie helfen, mit einer Kinderpatenschaft als Schutzpatenschaft.

Projekt Nr. 62261

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