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Foto: Kindernothilfe

Sambia: Schutz vor Frühverheiratung und Missbrauch

Distrikte Kabwe, Chisamba, Chibombo, Sambia: Sambia gehört zu den Ländern mit den höchsten Raten an Frühehen und ungeplanten Teenager-Schwangerschaften. Ein Drittel der Mädchen werden unter 18 Jahren verheiratet. In den Elendsvierteln von Kabwe, wo die Armut besonders groß ist, werden Mädchen schon mit 12 Jahren schwanger.

Neben Armut sind fehlende Aufklärung, körperliche Gewalt und diskriminierende kulturelle Praktiken wie die Chisungu-Zeremonie, in der Mädchen gegen eine Mitgift älteren Männern zur Heirat überlassen werden, Ursachen für Frühehen und ungeplante Schwangerschaften. Diese Mädchen erleiden neben einer verlorenen Kindheit und geringen Bildung oft einen frühen Tod bei der Geburt ihres Kindes. Da ihr Körper noch nicht fertig entwickelt ist, kommt es häufig zu Komplikationen, die für viele Mädchen tödlich enden.

Besonders in ärmeren ländlichen Gebieten ist die Zahl der Schulabbrüche aufgrund von Frühehen und ungeplanten Teenager-Schwangerschaften hoch. Aktuell kehren nur etwa die Hälfte der Mädchen nach der Entbindung in die Schule zurück und setzen ihre Ausbildung fort.

So hilft unser Projekt konkret

Unser Projekt liegt in den Provinzen Chisamba, Chibombo und Kabwe, die besonders hohe Raten an Kinderehen aufweisen. Hier helfen wir mehr als 6000 Mädchen und Jungen zwischen 12 und 18 Jahren, die dem Risiko einer Frühehe ausgesetzt sind oder bereits zur Ehe gezwungen wurden. Dazu arbeiten wir mit nationalen Behörden, traditionellen Führern und Schulen zusammen. Gemeinsam entwickeln wir Lösungen, um die Regierung im Kampf gegen Kinderehen und -schwangerschaften zu unterstützen und Schulabbrüche zu reduzieren.

In Kinderrechte-Clubs klären wir Teenager über ihre Rechte sowie über die Prävention von Schwangerschaften, HIV und Kinderheirat auf und ermutigen sie, ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen. Wir sorgen für ausreichende sanitäre Anlagen in den Schulen und lehren die Herstellung von wiederverwendbaren Tampons, so dass die Mädchen auch während ihrer Periode die Schule besuchen können.

Mit Tür-zu-Tür-Aktionen und Informationsveranstaltungen schärfen wir das Bewusstsein für Kinderehen und identifizieren Mädchen, die nicht zur Schule gehen. Ihnen helfen wir bei der Reintegration durch Life Skills Trainings, Vermittlung von staatlichen Hilfen und leisten direkte wirtschaftliche Unterstützung in Form von Saatgut sowie Zuchttieren (eine Ziege und drei Hühner). Mit Hilfe benachbarter Tiere kann Nachwuchs gezüchtet werden. Durch den Verkauf des Nachwuchses können die Mädchen die Kosten für ihre Schulbildung finanzieren.

Auch Eltern aus Haushalten von Mädchen, die dem Risiko einer Frühehe ausgesetzt sind, werden aufgeklärt und wirtschaftlich unterstützt, damit diese Mädchen durchgängig die Schule besuchen können.

Helfen Sie jetzt!

  • 29 € brauchen wir für die Unterstützung eines Mädchens mit einer Ziege und drei Hühnern
  • 75 € benötigen wir für die Tür-zu-Tür-Sensibilisierung pro Monat
  • 15 € pro Monat reichen, um das Projekt dauerhaft durch eine Projektpatenschaft zu fördern.
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